[003] Bilal fährt Bus [Oldschool-Blogs]

Nachdem ich heute tam den entspannten Start in den Tag hatte, dachte ich mir, dass ich ein bisschen durch die Hood patrouilliere. Ich verlasse meine Wohnung und bin erstmal leicht verstört. Als ich aber noch einen Schritt gehe und meine Tür ins Schloss fällt, höre ich wie im Erdgeschoss die Tür aufgeht. Es ist Jan-Christoph. Jan-Christoph ist mein Opfer Alman von dem laut Skrassen-Gesetz jeder Babo einen im Haus haben muss um seinen thug-life-Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Ich gehe hinunter und sehe wie er mir die Tür aufhält, den Kopf leicht gesenkt bereit zum Erhalt des Begrüßungs-Nackens. Er küsst mir erst meinen kleinen Finger und sagt: „Guten morgen Baba aller Babas westlich von Schlesien“ und als Dank für seinen Gehorsam erhält er albanischen Nacken mit lautem Klatscher. Er zuckt zusammen, weil ich zuvor noch einen Haken angetäuscht hatte, aber ich mach nicht diese. Natürlich hat er nur eine Backpfeife (kleine Alman-Version der Erziehungsschelle) kassiert, damit er gut drauf ist. Er verabschiedete mich mit den Worten: „Mashallah Jonny, du bist diesr Gönner.“ Ich sag ich weiß und leere Sein Poppy. Dieser lausige Alman hat gerade Hartz 4 bekommen und ich sortiere aus seinem Portemonnaie 6 frische 50er in meinen Batzen mit ein. Bei mir läuft.

Draußen vor der Tür bin ich fast auf eine Spritze getreten. Ich sehe, dass noch ein guter Schuss drin ist und erkenne sofort, dass es der gute Shit aus Krzyius Küche ist. Ich ziehe sie also aus dem Arm von dem Gönner des goldenen Schusses und stecke sie ein. Auch Jonny muss gucken wo er bleibt. Ich stelle mich wieder mit Alpha-breitbeinigem Stand vor meine Tür als wäre ich stolzer Besitzer von über mehrere Generationen hinweg vererbten Elephantitis-Eiern für deren Erfassung in einem Biologie-Lexikon eine eigene Enzyklopädie angelegt werden müsste. Absoluter Standard in meiner Hood.

Ich gucke nach links und sehe meinen Bruder Mike Whitenose, wie er mit geschickter Führung seines Butterflys gerade vier almans mit Chai Latte und Sojamilch die Macbooks aus ihren Jutebeuteln schlitzt. Ich helfe ihm tragen und gebe meinem habibi Bruderkuss. Er erzählt mir noch wie er nach der Studentensaison im Frühling wieder auf den Rentner Hustle umsteigen wird. Er sagt, dass er bei dem Altersheim um die Ecke auf Klo schon extra Fenster aufgelassen hat, damit er heute Nacht rein steigen kann. Beatmungsmaschinen bringen dicken Batzen. Ich sage ihm schlaue Geschäftsidee diese und ziehe durch.

Aus dem Augenwinkel sehe ich wie ein kahba mich beobachtet. Von Fatih habe ich gehört, dass sie oft gibt und bei ihr ja nein heißt und umgekehrt. Wenn du nichts von dem Game weißt, kann es dir manchmal schwer fallen hier zu bestehen. Aber als fünffacher Vater von Kindern an deren Mütter ich mich nicht mehr erinnern kann weiß ich bescheid. Ich gehe also hin und begrüße auch sie mit habibi Kuss. Natürlich zwei- statt dreimal, damit sie gleich weiß was abgeht. Ihr Gesicht kommt mir bekannt vor und ich frage sie, ob sie Jenny heißt. Sie meinte nein, also ja. Ich wusste es sofort. Wenn ich erstmal ein Gesicht sehe, dann vergesse ich es nicht. Sie geht gleich voll ran und fragt mich was ich überhaupt für ein Problem habe. Ich bin erschrocken, weil ich dachte man sieht meinen steifen Pinti nicht, aber ich gehe auf ihre Anspielung ein und sage: „Du gehst aber ran laska. Ich sehe an deinen schönen Augen, dass du göt gibst.“ Mein Kompliment verschlägt ihr die Sprache. Sie wird auf einmal ganz schüchtern und fängt an die Nummer der Polizei zu wählen. Dann wird mir alles klar. Scheiß Zivi-kahba. Mir egal, in meiner hood hat nur Scharia-Polizei das Sagen. Aber trotzdem: was will sie mich ficken? Ich rufe Bilal an. Er sagt mir: „Bruder, mach dir keine Sorgen. Meine Familie ist gerade zu Besuch, wir kommen mit Bus. Wenn ich mit der 31erin fertig bin hat sie das Wappen vom indischen Busfahrerverband als Arschgeweih tätowiert von starker Verbindung zu den erlebten Ereignissen her.“ – „Korrekt Bruder.“